19.05.2026
Stabilität in unsicheren Zeiten – Resilienz braucht Prävention (Bild: DGUV, KI-generiert)
"Resilienz entsteht nicht erst in der Krise. Sie entsteht dort, wo Menschen geschützt, Risiken früh erkannt und verlässliche Strukturen aufgebaut werden", erklärt Dr. Stephan Fasshauer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), anlässlich des Forums "DGUV Impulse | Stabilität in unsicheren Zeiten – Resilienz braucht Prävention" am 19. Mai 2026 in Berlin.
"Die gesetzliche Unfallversicherung ist Teil der Vorsorge-Infrastruktur in Deutschland – mit Prävention, Rehabilitation, medizinischer Versorgung und starken Netzwerken vor Ort. Der Wert dieser Strukturen zeigt sich besonders dann, wenn Gesellschaft und Wirtschaft unter Druck geraten", so Fasshauer weiter.
Deutschland stehe vor wachsenden Herausforderungen: "Extremwetterereignisse, Cyberangriffe, geopolitische Konflikte und wirtschaftliche Unsicherheiten erhöhen den Druck auf Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Umso wichtiger sind funktionierende Präventions- und Versorgungsstrukturen, die Menschen schützen und im Krisenfall handlungsfähig machen."
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas betont: "Für die Menschen in unserem Land ist es zentral, dass sie gerade in unsicheren Zeiten wirksam vor Arbeitsunfällen geschützt und bei der Prävention unterstützt werden. Die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen unter dem Dach der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung sind hierfür ein wichtiger Stabilitätsanker: Sie beraten Unternehmerinnen und Unternehmer, verhindern Unfälle der Beschäftigten und stärken dadurch die Betriebe – und so die Resilienz unserer Gesellschaft. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Unfallversicherung engagieren sich tagtäglich für ein hohes Schutzniveau der Beschäftigten."
Die gesetzliche Unfallversicherung leistet einen wichtigen Beitrag zur Krisenvorsorge in Wirtschaft und Gesellschaft: Berufsgenossenschaften und Unfallkassen beraten Unternehmen und Bildungseinrichtungen zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und in Ehrenämtern wie der freiwilligen Feuerwehr, qualifizieren jährlich über zwei Millionen Menschen in Erster Hilfe und sichern mit ihren BG Kliniken Teile der Akutversorgung und Rehabilitation in Deutschland ab.
Bei der Veranstaltung "DGUV Impulse | Stabilität in unsicheren Zeiten – Resilienz braucht Prävention" diskutieren heute Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Praxis darüber, wie Deutschland seine Widerstandsfähigkeit stärken kann und welche Rolle Prävention dabei spielt. Zu den Speakerinnen und Speakern gehören unter anderem Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas, Stefanie Ostheimer vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes Karl-Heinz Banse sowie Dr. Klaus-Heiner Röhl vom Institut der deutschen Wirtschaft. Ergänzt wird das Programm durch Beiträge aus Wissenschaft, Selbstverwaltung und Versorgungspraxis der gesetzlichen Unfallversicherung. Im Anschluss lädt ein "Marktplatz der Resilienz" dazu ein, konkrete Beiträge der gesetzlichen Unfallversicherung zur Krisenfestigkeit Deutschlands aus Prävention, Akutversorgung, Rehabilitation und Krisenvorsorge kennenzulernen.
Das kürzlich erschienene DGUV Barometer Arbeitswelt 2026 mit dem Schwerpunkt Krisenresilienz untersucht Belastungen und Unfallrisiken im Arbeitsalltag, die Krisenfestigkeit von Unternehmen sowie Veränderungen bei den Aufwendungen für Arbeitsschutz.
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